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Fenstertausch im bewohnten Haus

Ein Fenstertausch ist mehr als ein neues Fenster. Entscheidend sind Aufmaß, Anschluss an die Wand und die Arbeiten an der Laibung.

Stand 26.09.2026 · Redaktion Heimatprofi · verantwortlich: Serghei Nebesnii

Kurz beantwortet

Ein Fenstertausch umfasst Aufmaß, Ausbau und Entsorgung der alten Fenster, Einbau der neuen mit luftdichtem Anschluss und das Beiputzen der Laibung. Je Standardfenster rechnen Anbieter 2026 mit 500 bis 1.600 € inklusive Einbau, im Einfamilienhaus dauert der Einbau meist zwei bis drei Tage. Neue Fenster dürfen einen Uw-Wert von 1,3 W/(m²K) nicht überschreiten.

Was gehört zu einem vollständigen Fenstertausch?

  1. Aufmaß vor Ort durch den Fensterbauer, nicht nach alten Plänen.
  2. Ausbau der alten Fenster samt Rahmen, möglichst ohne das Mauerwerk zu beschädigen.
  3. Entsorgung der Altfenster, meist eigene Position im Angebot.
  4. Einbau mit Befestigung und dreistufig abgedichteter Anschlussfuge.
  5. Beiputz der Laibung innen und außen oder Abdeckung mit Profilen.
  6. Fensterbänke innen und außen, falls neu.
  7. Einstellen der Beschläge und Übergabe mit Pflegehinweisen.

Fehlen im Angebot Entsorgung, Anschluss oder Beiputz, kommen diese Kosten später oft extra. Fragen Sie nach, bevor Sie vergleichen.

Monteur klebt Abdichtungsband an den Rahmen eines neuen Fensters im Mauerwerk
Symbolbild

Welche Vorschriften gelten beim Fenstertausch?

Wer Fenster ersetzt, muss nach Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes einen Uw-Wert von höchstens 1,3 W/(m²K) einhalten, bei Dachflächenfenstern 1,4.

Das Gebäudeenergiegesetz heißt inzwischen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Die Anforderungen an Fenster stehen weiterhin in Anlage 7. Ausgenommen sind Änderungen, die nicht mehr als 10 % der Fensterfläche des Gebäudes betreffen. Wer Förderung möchte, braucht mit 0,95 W/(m²K) einen deutlich besseren Wert.

Bei Kulturdenkmalen und in Altstädten mit Gestaltungssatzung gelten zusätzlich Regeln zu Material, Teilung und Farbe. Mehr dazu unter Fenster im Altbau und Denkmal.

Warum ist nach dem Fenstertausch Lüften wichtiger?

Neue Fenster sind deutlich dichter als alte. Die Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen und Atmen bleibt dann im Raum, wenn nicht gelüftet wird. Die BEG-Richtlinie verlangt deshalb ein Lüftungskonzept, wenn die Maßnahme die Luftdichtheit erhöht, zum Beispiel nach DIN 1946-6. Oft genügen Fensterfalzlüfter oder ein fester Lüftungsplan, in manchen Fällen ist eine Lüftungsanlage sinnvoll.

Wie lange dauert ein Fenstertausch?

Ein eingespieltes Team tauscht in einem Einfamilienhaus die Fenster meist in zwei bis drei Arbeitstagen. Pro Raum ist die Öffnung nur wenige Stunden offen. Die längere Zeit liegt davor: Aufmaß, Angebot, Förderantrag und Fertigung dauern zusammen oft sechs bis zwölf Wochen. Den Ablauf Schritt für Schritt erklären wir im Ratgeber Ablauf Fenstertausch.

Was kostet der Fenstertausch?

Anbieter nennen je Standardfenster inklusive Einbau etwa 500 bis 900 € in Kunststoff und 700 bis 1.600 € in Holz, Holz-Alu oder Aluminium. Entsorgung kostet laut Anbieterangaben etwa 80 bis 150 € je Fenster, Arbeiten an der Laibung 150 bis 500 €. Die vollständige Übersicht mit Beispielrechnung finden Sie unter Kosten, die Zuschüsse unter Förderung.

Welche Fehler passieren beim Fenstertausch am häufigsten?

  • Bestellung ohne eigenes Aufmaß: Wer selbst misst oder alte Pläne nutzt, riskiert zu kleine oder zu große Fenster.
  • Anschluss nur mit Bauschaum: Ohne innere Abdichtung zieht feuchte Raumluft in die Fuge, es drohen Tauwasser und Schimmel.
  • Förderantrag zu spät: Wer vor dem Antrag mit den Arbeiten beginnt, verliert den BAFA-Zuschuss.
  • Lüften vergessen: Dichte Fenster brauchen ein Lüftungskonzept, sonst steigt die Luftfeuchte.
  • Denkmal übersehen: Ohne Genehmigung kann die Behörde den Rückbau verlangen.

Wie finde ich einen passenden Fensterbauer in meiner Region?

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in unserer Anfrage: Anzahl der Fenster, gewünschtes Material, Baujahr des Hauses und Ihr Zeitrahmen genügen, Fotos helfen zusätzlich. Wir melden uns in der Regel am nächsten Werktag und vermitteln Ihnen bis zu drei passende Fensterbauer aus Ihrer Region. Die Betriebe melden sich dann direkt bei Ihnen. Für Sie ist das kostenlos und unverbindlich. Wie das genau abläuft, steht unter So funktioniert es.

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Häufige Fragen

Kann ich im Winter Fenster tauschen lassen?

Ja. Jede Öffnung ist nur wenige Stunden offen, die Räume kühlen kurz aus. Viele Betriebe arbeiten ganzjährig. Bei starkem Frost können Dichtstoffe und Putz eingeschränkt sein, das klärt der Betrieb.

Muss ich beim Fenstertausch die Wohnung räumen?

Nein. Es reicht, einen Streifen von etwa zwei Metern vor den Fenstern freizuräumen und Möbel abzudecken. Seriöse Betriebe schützen Böden und räumen Staub weg.

Muss ich alle Fenster auf einmal tauschen?

Nein, aber es ist meist günstiger. Anfahrt, Gerüst und Einrichtung fallen nur einmal an. Werden nur wenige Fenster getauscht, gilt die U-Wert-Pflicht nicht, wenn höchstens 10 % der Fensterfläche betroffen sind.

Wer entsorgt die alten Fenster?

In der Regel der Fensterbauer. Die Entsorgung sollte als eigene Position im Angebot stehen, damit Sie Angebote vergleichen können.

Wir finden Ihre Fensterbaubetriebe

Ein Formular statt vieler Telefonate. Wir melden uns, klären offene Fragen und vermitteln Ihnen bis zu drei passende Betriebe aus Ihrer Region. Für Sie ohne zusätzliche Kosten. Oder rufen Sie an: 0351 27 59 38 50

Fensterbauer anfragen
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