Welche Schritte hat ein Fenstertausch?
- 1. Bestandsaufnahme
Wie viele Fenster, welches Material, welche Probleme? Fotos von innen und außen helfen dem Betrieb bei der ersten Einschätzung.
- 2. Aufmaß vor Ort
Der Fensterbauer misst jede Öffnung einzeln und prüft Mauerwerk, Laibung, Rollladenkästen und Fensterbänke.
- 3. Angebot und Vergleich
Sie erhalten ein Angebot mit Einzelpositionen. Vergleichen Sie Uw-Wert, Montageart und Nebenleistungen, nicht nur den Endpreis.
- 4. Genehmigung und Förderung
Bei Denkmal oder Satzungsgebiet: Genehmigung beantragen. Bei BEG-Förderung: Energieeffizienz-Experte einbinden und Antrag vor Beginn stellen.
- 5. Auftrag und Fertigung
Nach Auftrag werden die Fenster nach Maß gefertigt. Die Lieferzeit hängt von Material und Hersteller ab.
- 6. Einbau
Ausbau, Einbau mit dreistufig abgedichtetem Anschluss, Beiputz der Laibung, Fensterbänke, Einstellen der Beschläge.
- 7. Abnahme
Gemeinsame Prüfung, Übergabe von Rechnung, Montageprotokoll und den Bescheinigungen für Förderung oder Steuer.

Wie lange dauert ein Fenstertausch insgesamt?
Anbieter nennen für Planung und Einbau zusammen sechs bis zwölf Wochen, manche empfehlen zwölf bis sechzehn Wochen Vorlauf. Der Einbau selbst dauert im Einfamilienhaus zwei bis drei Arbeitstage.
| Phase | Dauer (Orientierung) |
|---|---|
| Anfrage bis Aufmaß | wenige Tage bis zwei Wochen |
| Angebot, Vergleich, Entscheidung | ein bis drei Wochen |
| Förderantrag mit Energieeffizienz-Experte | abhängig vom Experten und vom BAFA |
| Genehmigung bei Denkmal oder Satzung | mehrere Wochen, frühzeitig beantragen |
| Fertigung und Lieferung | mehrere Wochen, Holz und Sonderformen länger |
| Einbau Einfamilienhaus | zwei bis drei Arbeitstage |
Orientierung, Stand 09/2026, nach Anbieterangaben. Quellen siehe unten.
Wie bereite ich den Einbautag vor?
- Vor jedem Fenster einen Streifen von etwa zwei Metern freiräumen.
- Gardinen, Rollos und Pflanzen entfernen, empfindliche Möbel abdecken.
- Zugang für Material und Altfenster klären, auch außen am Haus.
- Stromanschluss für Werkzeug bereitstellen.
- Nachbarn informieren, wenn Lärm oder ein Gerüst zu erwarten ist.
Ein seriöser Betrieb schützt Böden und Möbel und räumt am Abend auf. Fragen Sie vorab, ob die Reinigung im Angebot enthalten ist.
Was passiert beim Einbau genau?
Das alte Fenster wird ausgebaut, die Öffnung gereinigt und geprüft. Das neue Fenster wird ausgerichtet und mechanisch befestigt. Dann wird die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk in drei Ebenen abgedichtet: innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht und dampfdurchlässig. Dieses Prinzip beschreibt der Montageleitfaden der Gütegemeinschaft Fenster. Anschließend werden die Laibungen beigeputzt oder verkleidet, die Fensterbänke gesetzt und die Beschläge eingestellt.
Mehr zur Qualität der Montage lesen Sie im Ratgeber Guten Fensterbauer erkennen.
Worauf achte ich bei der Abnahme?
- Alle Flügel öffnen und schließen leicht, ohne zu schleifen.
- Dichtungen liegen rundum an, keine Zugluft.
- Keine Beschädigungen an Glas, Rahmen und Laibung.
- Fugen außen sauber verschlossen, Fensterbänke mit Gefälle nach außen.
- Unterlagen vollständig: Rechnung, Pflegehinweise, Bescheinigungen für BEG oder § 35c EStG.
Mängel notieren Sie im Abnahmeprotokoll. Für Arbeiten an einem Bauwerk verjähren Mängelansprüche nach § 634a BGB in fünf Jahren ab Abnahme.
Was ist nach dem Fenstertausch anders?
Neue Fenster sind deutlich dichter. Lüften Sie mehrmals täglich stoßweise, vor allem in Bad, Küche und Schlafzimmer. Die BEG-Richtlinie verlangt bei geförderten Maßnahmen ein Lüftungskonzept, wenn die Luftdichtheit steigt. Beschläge sollten einmal im Jahr geprüft und geschmiert werden.
Was ist in Eigentümergemeinschaften anders?
In einer Wohnungseigentümergemeinschaft sind Fenster in der Regel Gemeinschaftseigentum. Der Tausch braucht deshalb einen Beschluss der Eigentümerversammlung. Der Verwalter holt Angebote ein, oft für das ganze Haus. Für die Förderung stellt meist die Gemeinschaft den Antrag. Planen Sie die Versammlung mit ein, sie verlängert den Ablauf um einige Wochen.
Wie finde ich einen passenden Fensterbauer in meiner Region?
Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in unserer Anfrage: Anzahl der Fenster, Material, Baujahr, Denkmalstatus und Zeitrahmen genügen. Fotos helfen dem Betrieb, das Aufmaß vorzubereiten. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Werktags und nennen Ihnen bis zu drei geprüfte Fensterbauer aus Ihrer Region. Ihre Daten gehen erst an die Betriebe, wenn Sie zugestimmt haben. Für Sie ist das kostenlos und unverbindlich. Wie das genau abläuft, steht unter So funktioniert es.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert der Tausch eines einzelnen Fensters?
Ein Standardfenster ist in wenigen Stunden ausgebaut, eingesetzt und abgedichtet. Beiputz und Trocknung der Laibung können länger dauern.
Kann ich während des Fenstertauschs zu Hause bleiben?
Ja. Die Arbeiten laufen Raum für Raum, die übrigen Räume bleiben nutzbar. Rechnen Sie mit Lärm und etwas Staub.
Wann ist die beste Jahreszeit für den Fenstertausch?
Frühjahr und Herbst sind angenehm, aber auch gefragt. Im Winter ist der Tausch möglich; die Räume kühlen nur kurz aus. Planen Sie wegen der Lieferzeiten früh.
Was brauche ich für den Förderantrag?
Einen Energieeffizienz-Experten, der die technische Projektbeschreibung erstellt, und ein Angebot des Fensterbauers. Den Antrag stellen Sie vor Beginn der Arbeiten. Details auf der Seite Förderung.